How do we turn Salt into Sugar? Dieter Ruckhaberle Award 2022/23: Anna Scherbyna, Uliana Bychenkova & Guests

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How do we turn Salt into Sugar?

Exhibition with works by Anna Scherbyna, Uliana Bychenkova, Kateryna Aliinyk, Kateryna Berlova, Nastia Hrychkovska, Olexandr Ieltsyn, Valentina Petrova, Maya Schweizer.

 

28.04.-13.08.2023
Opening on 27.04., 6:30 p.m.
GalerieETAGE at Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin.
Opening hours: Mon-Fri 9am-5pm, Sun 9am-5pm.

Accompanying program:
How do we turn Salt into Sugar? Ball Night of Exile
Ballhaus Wedding, Friday, 28.04.2023, 19:30 hrs.
Wriezener Str. 6, 13359 Berlin.
With Kateryna Aliinyk, Kateryna Berlova, Uliana Bychenkova, Giorgio D’Ausilio, Taras Gembik, Nastia Hrychkovska, Olexandr Ieltsyn, Henriëtta Jonkblutt, Ray Kaczynski, Iryna Kudria, and Anna Scherbyna.

How do we turn Salt into Sugar? wird gefördert mit Mitteln des Berliner Senats für Kultur und Europa.

 

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„How do we turn Salt into Sugar?“ im Museum Reinickendorf stellt die Preisträgerinnen des Dieter-Ruckhaberle-Förderpreises 2022/23 vor: Anna Scherbyna und Uliana Bychenkova, Künstlerinnen und Kuratorinnen, geboren in der Ukraine und seit März 2022 in Deutschland lebend.
Gemeinsam mit weiteren Künstler:innen bespielen Scherbyna & Bychenkova das Museum Reinickendorf und die kommunale GalerieETAGE mit verschiedenen ortsspezifischen Interventionen, die mit dem Raum und dem Inhalt der Ausstellung zur lokalen Geschichte interagieren. Vor dem Hintergrund der Erfahrung des physischen und psychischen Heimatverlustes blicken die Künstler:innen auf den hier zur Schau gestellten Begriff von “Heimat” und kulturellem Erbe – im Angesicht des aktuellen Kriegs und der damit verbundenen erneuten Vertreibungen in Europa. Das Museum Reinickendorf im Norden von Berlin ist wie eine kuratorische Wunderkammer. Das ehemalige Heimatmuseum vereint ethnologische und archäologische, zeithistorische und künstlerische Ausstellungen.

Darüber hinaus laden Scherbyna und Bychenkova zu einer performativen und partizipativen Ballnacht des Exils. Diese findet im Ballhaus Wedding statt, einem verwunschenen Ort der Belle Époque des 19. Jahrhunderts, verborgen in einem Berliner Hinterhof, der die großen Zeiten der Berliner Ballhäuser wiederauferstehen lässt. Der Ball ist ein offener Abend für Ukrainer:innen im Exil und alle anderen Interessierten. Die Teilnehmer:innen sind sowohl Zuschauer:innen als auch Darsteller:innen. Als gemeinschaftsbildendes Ereignis ist der Ball ein Raum für kulturellen Austausch und Engagement. Er bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, kulturelle Perspektiven und Wahrnehmungen zu verändern und eine andere, radikalere und performative Idee von Willkommenskultur zu denken.

„Wir erkennen uns selbst als „privilegierte Flüchtlinge” an, aber wir wollen uns nicht damit begnügen, uns in das System einzugliedern, sondern wir wollen unsere trotzigen Träume von einer neuen Welt mit anderen teilen. Als Vertriebene sind wir in kreative Prozesse der Assimilation, Archivierung, Unterminierung und Konstruktion verwickelt. In den Prozessen der Verwandlung, die der Kultur innewohnen, finden ständig neue Vorgänge statt: Invasion, Kontamination, Zuneigung und Fermentation. Wundersame Verwandlungen, wie eben der von Salz in Zucker.“ (Scherbyna/Bychenkova).