Mina Mohseni

Mina Mohseni

Mina Mohseni – KHF Fellow vom 1.2.2026-31.1.2027 – ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus dem Süden Irans mit Sitz in Berlin. Ihre forschungsbasierte Praxis bewegt sich zwischen Animation, Video und partizipativen Lichtinstallationen und untersucht Räume, in denen innere und äußere Welten ineinandergreifen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit einer Art vierter Dimension, verstanden als Verschränkung von Zeit, Raum und Möglichkeit.

 

Mit einem Hintergrund in Bildender Kunst (BFA und MFA) verbindet Mohseni mystische Denktraditionen mit zeitgenössischen wissenschaftlichen Konzepten, Folklore mit Technologie, und hinterfragt dabei die Grenzen zwischen Beobachtung und Wirklichkeit. Sie greift auf Sufismus und Hekmat-e Khosravani zurück, altpersische philosophische Traditionen, in denen Licht als Zeichen göttlicher Erkenntnis und geschichteter Realitäten erscheint, und verknüpft diese mit Begriffen wie Multiplizität, Verschränkung und verborgenen Zuständen aus der Quantenphysik. Licht, sowohl materiell als auch metaphorisch, bildet den Kern ihres ästhetischen Ansatzes. Es dient als Vermittler zwischen Mystik und Wissenschaft, zwischen dem Intimen und dem Kosmischen. In ihren Arbeiten untersucht Mohseni, wie Beobachtung das Beobachtete verändert, und wie Licht, Erinnerung und Ungewissheit Wahrnehmung formen. Ihre Werke reflektieren die Instabilität von Wissen sowie das gleichzeitige Bestehen von Realität und Imagination.

 

 

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In Kooperation mit dem Förderprogramm Weltoffenes Berlin des Berliner Senats für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt